Insekten | Unerwünschte Mückenart erreicht das Wallis

Tigermücke in Monthey entdeckt

Wissenschaftler haben kürzlich in der Stadt Monthey Tigermücken entdeckt. Für die Bevölkerung besteht laut Kanton keine Gefahr.
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Wissenschaftler haben kürzlich in der Stadt Monthey Tigermücken entdeckt. Für die Bevölkerung besteht laut Kanton keine Gefahr.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Nach dem Tessin, Graubünden, Basel, Zürich und kürzlich auch Schaffhausen und Genf ist die Tigermücke nun auch im Wallis aufgetreten. Wissenschaftler haben die Mückenart in der Stadt Monthey entdeckt. Ein Stich stellt laut Kanton kein Gesundheitsrisiko dar. Dennoch haben die Behörden die Kontrollen verschärft und Massnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung umgesetzt.

Das in Monthey gefundene Exemplar lasse zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf schliessen, dass es sich um eine dauerhafte Ansiedlung dieser Art im Kanton handle, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Trotzdem müsse «wahrscheinlich in naher Zukunft» damit gerechnet werden.

Die Kantonsbehörden haben deshalb die Kontrollen von Orten, an denen Larven auftreten könnten, lokal verstärkt und gezielte Aktionen zur Vernichtung von allfälligen Populationen durchgeführt. Auf Kantonsgebiet wurden mit Fallen, die in St-Maurice, Martinach und Brig-Gamsen neun Mal jährlich aufgestellt werden, bereits präventive Massnahmen eingeführt.

Keine Gefahr für die Gesundheit

Die Tigermücke sei eine invasive, besonders unerwünschte Mückenart. Sie fungiere als potenzieller Vektor für «exotische» Krankheiten wie das Dengue-, Zika- und Chikungunya-Fieber, schreibt der Kanton. Bisher habe sich innerhalb der Schweiz oder des Wallis jedoch niemand mit einer dieser Krankheiten angesteckt. Nach aktuellem Wissensstand seien die in der Schweiz etablierten Tigermücken mit keinem der obgenannten Viren infiziert und ihr Stich stelle daher kein besonderes Risiko für die Bevölkerung dar.

Das kleine Insekt, dessen Flugweite nur wenige hundert Meter beträgt, konnte sich laut Kanton dank internationaler Warentransporte und Klimaerwärmung verbreiten. Die Reproduktion findet demnach vorzugsweise im urbanen Raum statt.

Der Kanton ruft die Bevölkerung auf, temporäre Wasseransammlungen im städtischen Gebiet so weit wie möglich zu vermeiden und jeden Verdacht zu melden.

pd/msu

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