Staatsratswahlen | Staatsrat Maurice Tornay will 2017 nicht mehr
Nach Cina geht auch Tornay
Genug. Maurice Tornay wird 2017 aus dem Walliser Staatsrat ausscheiden.
Foto: Walliser Bote
Die «Verzichtswelle» in der Walliser Regierung rollt. Nach Jean-Michel Cina will nun auch Maurice Tornay über 2017 hinaus nicht mehr Staatsrat sein. Er geht nach nur acht Jahren in der Walliser Regierung.
Der 63-jährige Tornay gehört seit 2009 der Walliser Regierung an. Er führte in seiner ersten Legislatur das Departement Gesundheit und Soziales. Seit 2013 amtet er als Finanzdirektor. Hier musste er nach üppigen Überschüssen in den Jahren 2013 und 2014 Verluste ausweisen. Tornay lancierte zur Sanierung der Kantonsfinanzen mehrere Sparpakete, welche die Rechnung bis 2019 um mehr als 100 Millionen Franken entlasten sollen.
Tornay wehte in seiner zweiten Amtszeit ein rauer (Polit)-Wind ins Gesicht. Insbesondere in der Affäre um den Weinhändler Giroud, den er einst auch als Treuhänder beriet, geriet er ins Kreuzfeuer der Kritiker. Letztlich konnten ihm keine gravierenden Fehler angelastet werden.
Noch mehr belastet haben ihn personelle Diskussionen. Christophe Darbellay kündfigte seine Kandidatur für die Staatsratswahlen bereits 2013 an. Der Druck war zuletzt enorm. Sein Verzicht ist auch eine Folge davon, auch wenn dies Tornay verneint.
Maurice Tornay ist in Orsières wohnhaft. Der 63-Jährige ist seit 1970 Mitglied der CVP. Von 1989 bis 2005 politisierte er im Walliser Parlament, zuerst als Suppleant, ab 1997 als Grossrat. Er war auch Fraktionschef der CVPU. 2009 wurde er in die Walliser Regierung gewählt. In den Vorwahlen setzte er sich gegen Christophe Darbellay durch. In seiner ersten Amtszeit war er Walliser Gesundheitsdirektor, seit 2013 steht er dem Departement Finanzen und Institutionen vor.
hbi








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