Polizei | Nach Einbruchsversuch bei der Horlogerie Schindler an der Zermatter Bahnhofstrasse: Polizei findet Fluchtauto

Einbrecher von Taxifahrer überrascht

Elias Aufdenblatten, Geschäftsführer Horlogerie Schindler: «Meine Frau hat einen Knall gehört, als ich dann auf dem Mobiltelefon die Kamerabilder sah, wusste ich, dass etwas vorgefallen war.»
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Elias Aufdenblatten, Geschäftsführer Horlogerie Schindler: «Meine Frau hat einen Knall gehört, als ich dann auf dem Mobiltelefon die Kamerabilder sah, wusste ich, dass etwas vorgefallen war.»
Foto: Walliser Bote

Quelle: 1815.ch 0

Das Ziel des versuchten Einbruchs in ein Zermatter Geschäft, der sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ereignete, war die Haute Horlogerie Schindler SA an der Bahnhofstrasse. Die Polizei hat im Mattertal inzwischen das gestohlene Fluchtfahrzeug der beiden flüchtigen Täter gefunden.

Geschäftsführer Elias Aufdenblatten, der das Vorgehen der Täter später auf den Filmaufnahmen der Überwachsungskamera nachvollziehen konnte, spricht von einem «grossen Sachschaden», den die beiden flüchtigen Täter verursachten: «Zuerst wollten sie mit einer Art Schraubenschlüssel die Storen öffnen, als das nicht klappte, holten sie ein Auto, das sie ausserhalb der Kameraperspektive geparkt hatten, und fuhren zwei, dreimal in den Storen, zuerst nur zögerlich, dann schneller.»

Mit einem Gullideckel

Danach schafften es die Täter, unter den Storen hindurch zur Glasscheibe vorzudringen. «Mit einem Gullideckel von der Strasse schlugen sie dreimal gegen die Glasscheibe. Das waren wohl Amateure, die hatten nicht einmal Werkzeug dabei. Und geplant haben die auch nicht viel. Ein Witz ist das!» In diesem Moment sei ein Taxifahrer vorbeigefahren: «Die beiden sprangen in ihren Wagen und fuhren davon.»

Mathias Volken, Mediensprecher der Kantonspolizei, bestätigt auf Anfrage, dass ein zuvor gestohlener Personenwagen später im Mattertal gefunden wurde. «Wir gehen davon aus, dass das Fahrzeug in Zusammenhang mit dem Einbruchversuch steht.» Aufdenblatten sagt dazu, er habe gehört, dass das Auto wohl in Randa gefunden wurde.

Die Kantonspolizei hat das Fahngungsdispositiv im Verlaufe des Donnerstags nach einer Lagebeurteilung mit den Einsatzkräften reduziert. «Der Hauptfokus liegt jetzt bei den Ermittlungen. Wir gehen Spuren nach, etwa am Fluchtwagen.» Auch sei man weiterhin froh um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung: «Gute Hinweise haben schon öfters zu einem Fahndungserfolg geführt.»

Nicht zum ersten Mal

Noch vor dem Alarm habe ein Anwohner die Polizei kontaktiert, erzählt Aufdenblatten weiter: «Dieser hat wohl schon die ersten Geräusche gehört». Er selbst war «vielleicht zehn Minuten später» auf Platz. Vor Ort waren die Polizei und der Taxifahrer, als der Geschäftsführer das Geschäft erreichte. «Meine Frau hat einen Knall gehört, als ich dann auf dem Mobiltelefon die Kamerabilder sah, wusste ich, dass etwas vorgefallen war.»

Weil die Tür nicht mehr abschliessbar war, musste das Geschäft über Nacht ausgeräumt werden. «Wenn wir das mit der Tür hinkriegen, können wir hoffentlich am Samstag wieder öffnen. Am Donnerstag und Freitag hatten wir einen Totalausfall.» Der Schaden am Fenster werde mit einer Metallplatte überbrückt, die Storen könne man nicht mehr brauchen: «Das wird eine happige Rechnung. Zudem hat die Scheibe acht Wochen Lieferfrist. Viel Aufwand für nichts.» Etwa die Hälfte der Schaufensterfläche kann Aufdenblatten in der Zwischenzeit nicht mehr dekorieren, auf der anderen Seite ist der Storen noch intakt. Es sei die dümmste Zeit, sagt er: «Zurzeit sind so viele Leute in der Bahnhofstrasse.»

Für ihn ist es nicht das erste Mal, der Vorfall vom Mittwoch war bereits der dritte. Vor ein paar Jahren wurden einmal ein paar Attrappen gestohlen und einige wenige echte Stücke.

Marcel Theler

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