Bahn | Bern - Brig im Halbstundentakt

Lötschberg-Komitee weibelt weiter für Ausbau des Basistunnels

Engpässe verhindern. Bis 2035 will der Bundesrat 11,5 Milliarden ins Bahnnetz investieren. Dies vor allem im Raum Zürich und in der Genferseeregion. Auf der Strecke bleibt bei den nun präsentierten Plänen der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels.
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Engpässe verhindern. Bis 2035 will der Bundesrat 11,5 Milliarden ins Bahnnetz investieren. Dies vor allem im Raum Zürich und in der Genferseeregion. Auf der Strecke bleibt bei den nun präsentierten Plänen der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels, die Projektierung einer Durchmesserlinie in Basel und die Planung eines dritten Juradurchstichs: Diese Projekte gehören nach Ansicht des Lötschberg-Komitees unbedingt auf die "To-do-Liste" des Bundes in Sachen Ausbau der Bahninfrastruktur.

Der Bundesrat hatte vergangenen September skizziert, wie er sich die nächsten Ausbauschritte im Bahnverkehr bis 2035 vorstellt. Nach jahrelangem Fokus auf die Nord-Südachse mit Lötschberg und Gotthard möchte sich der Bund in diesem Ausbauschritt nun verstärkt auch der Ost-West-Achse zuwenden.

Bis 2035 sollen 11,5 Milliarden investiert werden, vor allem im Raum Zürich und in der Genferseeregion. Weiter warten soll der Lötschberg-Ausbau, sehr zum Missfallen eines rund 330-köpfigen Komitees, das sich seit Jahren politisch für den Ausbau der Nord-Südachse via Lötschberg einsetzt.

An der Kapazitätsgrenze

Der vorwiegend einspurige Lötschberg-Tunnel habe seine Kapazitätsgrenzen erreicht, betont das Komitee in einer Stellungnahme vom Donnerstag im Rahmen der Vernehmlassung zum Bahnausbauschritt 2035.

Angesichts des weiter wachsenden Personen- und Güterverkehrs auf der Schiene «ist es verantwortungslos, den Ausbau aufzuschieben». Auch um bei einem Unterbruch der Gotthard-Linie den Verkehr aufnehmen zu können, müsse der Lötschberg ausgebaut werden.

Das Komitee verwies in seiner Mitteilung vom Donnerstag auch auf die europäische Verlagerungsstrategie des Warenverkehrs von der Strasse auf die Schiene. Die Entwicklung der Schienengüterverkehrskorridore sei dabei zentral.

Ein rund zweimonatiger Streckenunterbruch bei der Deutschen Bahn in Rastatt vergangenes Jahr habe die Wirtschaft viel Geld gekostet. So etwas dürfe in der Schweiz nicht passieren.

Der Vollausbau des Lötschberg-Basistunnels verdoppelt laut Komitee die Kapazitäten. Alle Güterzüge könnten statt über die Bergstrecke via Kandersteg und Goppenstein durch den Basistunnel geführt werden. Damit werde die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gestärkt.

Um die Effizienz im Güterverkehr weiter zu erhöhen soll laut Komitee auch der Ausbau des Bahnknotens Basel vorangetrieben werden.

Halbstundentakt ins Wallis

Im Personenverkehr würde der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels den Halbstundentakt zwischen Bern und Brig ermöglichen. Dies ist laut Komitee insbesondere für den Tourismus wichtig. Ohne Ausbau wäre diese Intercity-Linie die einzige in der Schweiz ohne Halbstundentakt.

Zur Finanzierung sämtlicher Projekte verlangt das Komitee vom Bundesrat die Aufstockung des Finanzierungsrahmens auf mindestens 12 Milliarden Franken.

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