Wetter | Befürchtete Prognosen trafen nicht ein

Kanton hebt Wetterwarnung auf

Heftig. Am Montagabend begleiteten extrem starke Winde die aussergewöhnlichen Niederschläge und sorgten lokal wie hier auf der Riederalp für Waldschäden.
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Heftig. Am Montagabend begleiteten extrem starke Winde die aussergewöhnlichen Niederschläge und sorgten lokal wie hier auf der Riederalp für Waldschäden.
Foto: zvg

Kleinere Schäden. In der Region um Mund vermochte der starke Wind Dächer von zwei Häusern abzureissen.
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Kleinere Schäden. In der Region um Mund vermochte der starke Wind Dächer von zwei Häusern abzureissen.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Die seit Samstag bestehenden Massnahmen des Kantonalen Führungsorgans (KFO) wurden aufgehoben. Das KFO empfiehlt der Bevölkerung jedoch, keine Spaziergänge oder Wanderungen in Wälder, die vom Unwetter betroffen waren, zu unternehmen.

Wie das KFO mitteilt, gingen seit Montagmorgen auf den Bergkämmen der Walliser Alpen und insbesondere im Oberwallis heftige Regenfälle nieder. Die Gebiete Binn und Simplon verzeichneten demnach in 24 Stunden einen kumulierten Niederschlag von mehr als 150 mm. In den umliegenden Gebieten erreichte die Niederschlagsmenge 100 mm. Das Saastal kam auf 80 mm. Laut Zwischenbilanz des Bundesamts für Umwelt (BAFU) liegt in mittleren Lagen zwischen 1300 und 1800 Metern über Meer meist weniger als 10 cm Schnee.

Die Mengen lägen damit unterhalb den befürchteten Prognosen, bewegten sich aber deutlich über dem Durchschnitt eines gewöhnlichen Regenereignisses, hält das KFO fest. Die Absenkung der Temperaturen und damit gleichzeitig der Schneefallgrenze habe auch dazu beigetragen, die Gefahr von Wasserläufen und Bodeninstabilitäten zu verringern. Am Montagabend begleiteten zudem extrem starke Winde die aussergewöhnlichen Regenfälle. In den Regionen Brig und Mörel wurden gemäss KFO Spitzenwerte von 150 km/h gemessen. Bei der Bergstation des Bettmerhorns erreichten die Winde Geschwindigkeiten von 230 km/h.

In allen betroffenen Gebieten wurden keine grösseren Vorfälle gemeldet. In der Region um Mund wurden Dächer von zwei Häusern abgerissen. Die Waldschäden, besonders in der Region zwischen Mund und Bettmeralp, sind laut KFO erheblich, müssen aber noch genau definiert werden.

Die Simplonachse und die Saastalstrasse wurden am Montagmorgen präventiv für den Verkehr gesperrt. Die Simplonstrasse wurde heute um 10 Uhr wieder für den Leichtverkehr freigegeben. Inzwischen ist die Strecke auch für den Schwerverkehr wieder offen. Die Saastalstrasse zwischen Stalden und Saas-Grund wird wegen Reinigungsarbeiten um 16 Uhr geöffnet.

Ab Mittwoch Warnung Stufe 3 im Simplongebiet

Das kräftige Tief, welches die intensive Südstaulage ausgelöst hat, ist in der Nacht über die Alpen nach Norden gezogen. Damit drehten die Winde auf West bis Südwest, und die Südstaulage schwächt sich weiter ab. Allerdings setzen mit der sich auf morgen aufbauenden Föhnlage laut BAFU im Süden erneut kräftige Niederschläge ein, der Schwerpunkt liegt im im Simplongebiet und im westlichen Tessin.

Die stürmischen Südwinde haben sich über dem Alpenkamm am Dienstagmorgen abgeschwächt. Bis am Abend bleiben sie allerdings stark. Es sind Böenspitzen von 100 bis 130 km/h zu erwarten, was der Warnstufe 2 entspricht. Auf Mittwoch baut sich im Alpenraum eine starke Föhnströmung auf, womit in den Bergen erneut stürmische Südwinde einsetzen und in den nördlichen Alpentälern mit starkem bis stürmischen Föhn gerechnet werden muss. Dieses Ereignis wurde heute mit der Stufe 3 bewarnt.

pd/msu/map

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