Wolf M35 landet im Naturmuseum

Wildhüter töteten «richtigen» Wolf

Wolf M35 fotografiert im Februar 2013 im Goms von Bauer Klaus Garbely
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Wolf M35 fotografiert im Februar 2013 im Goms von Bauer Klaus Garbely
Foto: Klaus Garbely

Quelle: 1815.ch 0

Es war Wolf M35, den Walliser Wildhüter Anfang September im Obergoms getötet haben. Im Rappental bei Ernen und in Leukerbad sind seither Wölfe nachgewiesen worden.

Nach zahlreichen Angriffen auf Schafherden haben die Walliser Behörden Ende August einen Wolf im Obergoms zum Abschuss freigegeben. Am 3. September wurde das Tier von Berufswildhütern auf einer ungeschützten Alpe im Obergoms bei einem Angriff auf eine Schafherde in flagranti erwischt und getötet.

«Wie die jetzt vorliegenden DNA-Analysen sowie ein Bericht des Tierspitals Bern zeigen, handelt es sich beim getöteten Wolfsrüden um M35», sagt Peter Scheibler von der Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere auf Anfrage am Freitag. «Das Tier war 36 Kilogramm schwer, ausgewachsen und gesund. Über das Alter lassen sich keine Angaben machen.»

Erstmals wurde das Grossraubtier im Oberwallis im Spätsommer 2012 aufgrund von DNA-Analysen von Bisswunden gerissener Schafe in Zeneggen im vorderen Vispertal genetisch nachgewiesen. Im Spätherbst 2012 wurde seine Präsenz aufgrund von Untersuchungen an einem gerissenen Hirschkalb bei Ulrichen festgestellt.

«Seither hielt sich der Wolf durchgehend im oberen Goms auf. Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich um jenen Wolf, der im Goms im Frühjahr und Anfang Sommer in der Nähe von Dörfern beobachtet werden konnte.» Insgesamt siebenmal konnte das Grossraubtier mittels DNA-Analysen an Wildtierrissen in der Nähe von Wohnsiedlungen im Obergoms nachgewiesen werden.

«Im Verlaufe des Sommers griff Wolf M35 mindestens dreimal auf Sömmerungsalpen zwischen Reckingen und der Grimsel Schafherden an und sorgte für grosse Schäden», erklärt Scheibler. Somit könne davon ausgegangen werden, dass im Goms der «richtige» Wolf geschossen worden sei. Denn seit geraumer Zeit hält sich im unteren Goms bei Bellwald nämlich ein zweiter Wolf auf. Und zwar ein männliches Jungtier (M34), das Anfang Sommer aus dem Calandarudel von Graubünden ins Wallis eingewandert ist.

Seit dem Abschuss des Gommer Wolfs halten sich die Schäden an Nutztieren im Oberwallis in Grenzen. Einzig im Rappental im unteren Goms und in Leukerbad wurde nach Schafrissen die Präsenz eines Wolfes nachgewiesen.

Laut Scheibler wird Wolf M35 als Tierpräparat im Naturhistorischen Museum in Sitten landen. Allerdings ist diesbezüglich noch kein Entscheid gefallen. «Aber bisher sind keine Anfragen gekommen. Klar ist aber, dass der Wolf nicht irgendwo in einem privaten Carnotzet im Wallis zu stehen kommt.» Wolf M35 wird somit aller Vorraussicht nach im Naturhistorischen Museum in Sitten in die schon beachtlich grosse Reihe behördlich abgeschossener Wölfe im Wallis gestellt.

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