Grossraubtiere | In einer Frühjahrsweide in Unterbäch

Wolf tötet drei Lämmer

Eine derartige Angriffswelle von Wölfen auf Schafe in ein und derselben Region hat das Wallis seit der Rückkehr des Wolfes vor 20 Jahren kaum je erlebt. (Archivbild)
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Eine derartige Angriffswelle von Wölfen auf Schafe in ein und derselben Region hat das Wallis seit der Rückkehr des Wolfes vor 20 Jahren kaum je erlebt. (Archivbild)
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 31

Am Montag sind bei Unterbäch drei Lämmer in einer Frühjahrsweide getötet worden. Drei weitere werden vom Schäfer vermisst.

Der Angriff ereignete sich wohl in der Nacht auf Montag. Der Wolf attackierte eine Gruppe von 52 Schwarznasenschafe in der Nähe von Unterbäch. «Drei tote Lämmer wiesen Rissmuster auf, die eindeutig auf einen Wolf als Angreifer hinweisen», sagt Wildhüter Thomas Imboden auf Anfrage von 1815.ch. Er wurde vom Schäfer am Montag zur Begutachtung der toten Tiere gerufen. «Drei weitere Lämmer werden vermisst.»

«Die Tiere waren mit ein Meter hohem Flexinet eingehagt. Dieses stand unter Strom», erklärt Wildhüter Imboden. Auf welche Weise der Wolf den Zaun überwinden konnte, kann auch der Wildhüter nicht schlüssig beantworten.

Damit erhöht sich die Zahl der getöteten Schafe in der Augstbord-Region in diesem Frühjahr auf über 40 Tiere. Schäfer der Dörfer Törbel, Zeneggen, Bürchen, Unterbäch, Eischoll und Ergisch waren bislang von der Riss-Serie in Frühjahrsweiden betroffen. Eine derartige Angriffswelle von Wölfen auf Schafe in ein und derselben Region hat das Wallis seit der Rückkehr des Wolfes vor 20 Jahren kaum je erlebt.

Im Gebiet werden mindestens zwei Wölfe vermutet. Nachgewiesen worden sind im Frühjahr 2016 zumindest ein weiblicher Wolf und ein Wolfsrüde. Die mit dem Wolfsmonitoring des Kantons befassten Fachstellen gehen deshalb davon aus, dass sich im Gebiet ein Rudel bilden könnte.

zen

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Kommentare

  • Illusion - 459

    Liebe Wolfsbefürworter,
    Ich kann eure Liebe zum Wolf verstehen.Deshalb könnt ihr den Wolf behüten, beschützen, verpflegen und pflegen. Dazu bitten wir Schafhalter jedoch dasselbe zu unternehmen wie wir - denn auch der Wolf ist ein Tier wie die Schafe.
    Also zäunt ihn ein: Vorgaben ob mit oder ohne Strom und Höhe unbekannt, denn er springt vom Stand aus eine gewisse Höhe und untergräbt den Zaun eine gewisse Tiefe. Wenn die Zeit zum Abweiden ist, bitten wir den Wolf einzuschliessen, damit wir mit den Nutztieren ungestört und sicher die Landwirtschaft erhalten können. Wo? Das überlassen wir euch. Für die Fütterung empfehlen wir gleichzeitig mehrere Tiere, damit der Wolf seinen Jadttrieb und seinen Hunger besänftigen kann. Zu der Pflege; Gerne bieten wir Schäfer eine Besichtigung an wie Schafe gepflegt werden: Waschen, Scherren, Klauen schneiden - denn vermutlich hast du Wolfsbefürworter keine Ahnung davon - kannst dir aber bei der Pflege beim Wolf etwas einfallen lassen.Für einen Besichtigungstermin dieses Vorganges sind wir Schäfer jederzeit offen. Nun lieber Wolfsbefürworter wie siehts aus? Wieviel Arbeitstunden bist du bereit kostenlos für den Wolf aufzubringen? Und kannst du mir den Nutzen erklären? Seine Schönhheit? Wann siehst du ihn? Beim Wandern oder neben deinem Haus?

    • Bregy Pascal - 219

      Genial geschrieben

    • Christian - 189

      Bravo
      Das ist jetzt mal ein guter Kommentar.

  • Frank - 1848

    Der ein Meter hohe Felxinet reicht eben nicht aus. Das sollten die Schäfer doch schon lange wissen. Aber die meisten scheinen immun zu sein gegen Ratschläge von Aussen.

  • Fuxi - 4616

    Es ist schon traurig, das der Abschuss nicht endlich freigegeben wird. Wie lange wollen die noch warten? Soll sich dee Wolf ihrer Meinung nach am besten noch vermehren.. Die armen Bauern sollten unterstützt werden, sie bekommen schon nicht mehr viel.. Und die arbeiten die sie haben, wird nun vom Wolf zerstört.. Ich kann nicht verstehen das nach all den Jahren wo man es geschafft hat den Wolf aus der Schweiz zu vertreiben.. Immer wieder versucht wird ihn wieder einzuschläusen..
    Hoffe nur das die Bauern noch Gedult haben und diesen traurigen Kampf nicht aufgeben

    • Gattlen hagi - 274

      Danke. Auch wir haben 33 jahre zeit und vor allem arbeit investiert.werden weiter zäune aufrüsten.
      Aber wie hoch und tief in den boden müssen wir noch gehen?

    • Frank - 1836

      Man hat den Wolf nicht vertrieben sondern ausgerottet. Zum Teil weil damals tatsächlich die Lebensgrundlage der Bauern bedroht war aber auch weil Aberglaube und Märchen weit verbreitet waren. So wie es aussieht glauben im VS immer noch viele ans Rotkäppchen und den bösen Wolf.

  • Hans Jung - 369

    Beim Datum 26.5.2016 findet man einen Bericht aus Frankreich. Auch da funktioniert der Herdenschutz NICHT:

    http://www.vwl-ost.ch/aktuell/

    • Albrecht Marco - 375

      Danke Hans Jung für Ihren Bericht. Zwei Meter hohe Elektrozäune bringen ja nichts und ich frage mich wenn ein Wolf um so höher springt desto weniger erdet sein Körper. Bekanntlich gibt es dabei kein Stromschlag und der findet das schnell heraus. Schrecklich wie die meisten Bauern in Frankreich auch wegen dem Wolf ihre Betriebe aufgeben wollen. Ausser Wildschweine und Wölfe wird's dann nichts mehr geben.

  • Hans Jung - 233

    So springt ein Hund

    https://m.youtube.com/watch?v=Z1X0MRhhfTM

    Oder einfach so:

    http://m.welt.de/?homescreen&wtmc=bookmark.safari.smartphone.ios..bookmark_safari_iphone

  • schorsch va morsch - 357

    das gebiet ist hier einfach zu klein für den wolf und seine narren... könnte man da nicht was geschlossenes für die organisieren... :-))

  • Christine Enkerts - 1140

    Ich verstehe die Zeitung nicht die nur auf Vermutungen einen solchen Artikel schreiben kann. Wenn ich schon höre * auf Begutachtung eines Wildhüters*...wo ist zum Beweis eine DNA- Analyse? Immer war es der böse Wolf. Wann wird durch Zeitung endlich mal vernünftig aufgeklärt und hält sich an Fakten? Für die Schafe und Lämmer tut es mir leid von was auch immer sie umkamen. Vielleicht sollte mal über richtiges * wie Schütze ich mein Haustier * nachgedacht werden.

    • märi - 264

      @Christine Enkerts viele schreiben Ihren Kommentar und haben überhaupt keine Ahnung Sorry

  • luwa - 11216

    Hallo chilli es gibt nicht zuviele Schafe ,aber zuviele Wolfsnarren.

  • chilli - 25157

    Der Wolf ist ein wunderschönes Tier und muss erhalten bleiben. Wir haben im Oberwallis sowieso zuviel Schafe!!

    • traurig aber wahr - 95

      @chilli
      ich möchte wissen wie sie reagieren wann sie tiere haben bzw schafe, ob sie dan immer nocho so schreibo bzw. reden. oder wenn es euren frenden passirt ich finde das eine frech heit wie sie über die schafe reden bzw schreiben. es ist das gegenteil von dem das sie schreiben.

    • Marianne - 339

      Dieser Kommentar ist eine Gemeinheit und Frechheit ohnegleichen!
      Die "Schönheit" des Wolfes ist also wichtiger als das Leben unschuldiger Lämmer und Schafe? Die sind ja zu Vielem nützlich, währenddem der Wolf in unsrer Gegend nur eins ist - total überflüssig!!

    • Walliserin - 11917

      Super nur das der Wolf und deinesgleichen eines Tages nicht unsere Landschaft pflegen werden!!!

  • Osgi - 9817

    Lieber Hr. Wismer !!!!
    Sie können wohl nicht mehr warten bis eure Jaks Herde angegriffen wird und sie unterstützung bekommen .
    Wie schon öfters !!!!!

    • Walliserin - 75

      Aha herr Wismer wenn es nicht nehr um Schafe geht so muss man dann denn Wold von Nutztieren vernhakten!!!Schöne Einstellung!!!!Bleiduft hälr ihn auch vern!!!

    • Wismer Daniel - 815

      Lieber Osgi : Was meinen Sie mit ..."sie unterstützung bekommen. Wie schon öfters !!!!!" ?
      Hab ich was verpasst? Danke im Voraus für Ihre präzisen Erläuterungen ( auch für die Leser von 1815).
      Mal ganz sachlich: ich erwarte ( sicher nicht mit Freude) dieses oder nächstes Jahr den ersten Angriff oder dass er vor meinem Haus steht. Da seiner Zeit der grosse Yakstier zwei meiner Tibet -Mastiffs (!) getötet hat, sehe ich ES momentan noch (!) gelassen. Sicher sind die Kälber gefährdet; vor allem wenn sie unter dem Elektrozaun durch kullern und die Mütter sie nicht mehr beschützen können. Sollte sich ein Rudel bilden, ändert dies die Situation. Da muss man wahrscheinlich auf alte tibetische Nomaden "Verhaltungsweisen" zurück greifen...
      Bin aber überzeugt, dass es einen Duftstoff gibt, den der Wolf überhaupt nicht ausstehen kann. Damit unsere Tiere ein sprayen / einreiben und schon würde alles ein bisschen anders "aussehen".

    • lynx - 99

      Lese ich daraus den baren "Futterneid"...?????.....schlimmmm......

  • Schaf - 11119

    Was nimmt er wohl als nächstes,wenn er keine Schafe mehr fressen kann?

    • märi - 123

      @ Wismer Daniel für Sie mag es ja sehr spassig sein

    • Schaf - 94

      @Wismer Daniel....einfach nur traurich...?

    • Wismer Daniel - 2486

      @Schaf : Dich !!!

  • Walliserin - 14018

    Frage mich was noch alles pasieren muss biss unsere Einheimischen Nutztiete vor dem Wolf geschützt werden!!!Es taugt ja auch die zäunerei wie sie vorgeschrieben wird nichts!!einfach nur traurig das der Wolf mehr zählt!!!!!!!

  • Schaf - 16618

    Langsam frage ich mich für was wir den Tierschutz haben!Ist doch nicht normal,diese Tiere leiden sicher furchbar!

    • Walliserin - 56

      Ach js liener Frank die Tatdachen immer so drehen wie sie am besten passen!!!!

    • Frank - 422

      Bitte sachlich bleiben. Der Tierschutz ist da um Tiere vor dem Menschen zu schützen. z.B. wenn die Tiere schlecht gehalten und vernachlässigt werden.

    • Schäfer - 11410

      Ja wenn es um den Wolf geht hat der Tierschutz Scheuklappen an!!!!!

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