Grossraubtiere | Jagdchef Scheibler prüft am Montag eine erneute Abschussverfügung

Augstbord-Wolf tötet acht Schafe in geschützter Weide in Unterbäch

Könnte schon bald wieder gejagt werden: Der Wolfsrüde M59, dem Wildhüter in der Augstbordregion bislang vergeblich nachstellten, auf einem Fotofallenbild der Gruppe Wolf Schweiz vom Juni.
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Könnte schon bald wieder gejagt werden: Der Wolfsrüde M59, dem Wildhüter in der Augstbordregion bislang vergeblich nachstellten, auf einem Fotofallenbild der Gruppe Wolf Schweiz vom Juni.
Foto: Gruppe Wolf Schweiz

Quelle: 1815.ch 28.08.16 3
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Bei Unterbäch hat einer der Augstbord-Wölfe erneut eine Schafherde angegriffen. Acht Tiere tötete er, weitere sechs werden noch vermisst. Die Schafe weideten in einem Elektrozaun der Herdenschutz-GmBH.

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Der Angriff ereignete sich bereits am Mittwoch der vergangenen Woche, wurde aber von den offiziellen Stellen nicht publik gemacht. Jagdchef Peter Scheibler aber bestätigte die Risse auf Nachfrage des «Walliser Boten» am Sonntag.

Elektrozäune von 1,05 Meter Höhe

Wie der betroffene Schäfer Erwin Wyer aus Unterbäch gegenüber dem «Walliser Boten» auf Anfrage erklärt, ereignete sich der Angriff in der Nacht auf Mittwoch in der vergangenen Woche. «Nach einem Wolfsangriff im Frühjahr, bei dem ich bereits fünf Schafe verlor, stellte die Herdenschutz GmBH mir und einem Züchterkollegen 1,05 Meter hohe Elektrozäune zur Verfügung, die mittels zweier Viehhüter unter Strom stehen. Mit diesem Zaunmaterial haben wir die Sommerweide auf der Rinderalp eingangs des Ginals gezäunt.»

Zum Zeitpunkt des Angriffs weideten rund 50 Schwarznasenschafe von Wyer sowie des befreundeten Züchters auf der Weide. «Bei einem der täglichen Kontrollgänge am Mittwochmorgen bemerkte ich sofort, dass mit der Herde etwas nicht stimmt», erzählt der pensionierte Schäfer. «Schon bald entdeckte ich drei tote Schafe mit Bisswunden am Hals und Nacken. Nach und nach entdeckten wir zusammen mit dem Wildhüter insgesamt acht gerissene Tiere, sechs weitere werden noch vermisst.»

Wyers Züchterkollege hat seine 16 Tiere noch gleichentags zurück in den Stall nach Unterbäch geführt. «22 Tiere meiner Herde befinden sich noch auf der gezäunten Weide, allerdings in einer herkömm­lichen Umzäunung ohne Strom. Diese Arbeit können wir uns nun sparen. In einer Woche werde auch ich meine Tiere ins Dorf holen», hat Wyer resigniert.

Risszahl für erneute Abschussverfügung erfüllt

Mit diesem erneuten Angriff erhöht sich die Zahl der gerissenen Schafe und Ziegen in der Augstbord-Region in diesem Frühjahr und Sommer auf weit über achtzig Tiere. Nach fünfzig getöteten Nutztieren, davon 16 in geschützten Situationen, verfügte der Kanton am 12. Juni eine erste Abschussverfügung, die bekanntlich nach 60 Tagen erfolglos verfiel.

Für eine erneute Abschussverfügung zählen deshalb nur jene Tiere, die in geschützten Situationen nach dem 12. Juni von einem der Augstbord-Wölfe getötet wurden. Die Zahl ist mit den jüngsten Rissen im Ginals auf mindestens 30 Tiere angewachsen. Nach Einschätzung des «Walliser Boten» sind mindestens 15 davon in geschützten Situationen getötet worden. Damit ist just jener Schwellenwert erreicht, der den Kanton berechtigt, einen der Wölfe im Augstbord-Gebiet ohne Bewilligung des Bundes erneut zu jagen. «Am Montagvormittag wird der Bericht betreffend Herdenschutz zum Angriff in Unterbäch bei meiner Dienststelle vorliegen. Danach wird entschieden und über eine allfällige neue Abschussverfügung informiert.»

zen
28. August 2016, 18:30
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Kommentare

  • Brigitte Sommer - vor 10 Jahre ↑17↓56

    Also wenn ich das richtig verstehe, sollen Wölfe abgeschossen werden, obwohl sowieso bald Almabtrieb ist? Und es dann eigentlich gar nicht mehr notwendig wäre, die Wölfe zu schießen? Dann wird ein eine Zaun zur Verfügung gestellt, der nur 1,05 Meter hoch ist, aber eigentlich 1,20 Meter hoch sein sollte? Unfassbar.

    antworten

  • Beat Kellenberger - vor 10 Jahre ↑158↓35

    Äs iisch eifach lenger weh mee lächerlich wie mu mit dem Thema Wolf umgeiht. Ich ha sälber Tierlini und bi bis jetz Gottseidank verschont giblubu vor dum Wolf. Aber ver niggs heint iischi Gross und Urgrossväter der Wolf nit üsgrottut. Bitte liebi Grüezini begriffet doch endlich das der Wolf und die Schäfer und andri Tierhalter hie nit chenunt zämmu exischtieru. Bitte jetz aber kei Komentär va möchte gern besserwisser. Di wa hie im Wallis läbund und es paar Tierlini heint di verstehnt mi. Und Nein wier hie im Wallis läbe nit nur va Landwirtschaftsbiiträg. Wier läbe eui vam Tourismus.

    antworten

  • Tétaz Myriam - vor 10 Jahre ↑129↓30

    De quel droit les loups peuvent-ils circuler librement et les moutons doivent-ils être enfermés entre des barrières électriques? Les partisans du spécisme devraient s'indigner!!!!!!Sans compter que personne ne fauche les pentes élevées d'où risques d'incendies et d'avalanches.

    antworten

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