Gampel-Bratsch | Antwort wird hinausgezögert

Gampjer Pfarreirat drückt sich vor Entscheid

Die Kapelle «Sieben Freuden» in Bratsch.
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Die Kapelle «Sieben Freuden» in Bratsch.
Foto: RZ

Quelle: RZ 0

Wird in Bratsch ab September die Messe an den Wochenenden gestrichen? Dagegen wehrt sich die Brader Bevölkerung. Eine Antwort des Pfarreirats stand bis Redaktionsschluss aus.

Geht es nach dem Willen des Gampjer Pfarreirats, dem auch die beiden Dörfer Bratsch und Niedergampel angehören, sollen ab September die Wochenend-Messen in Bratsch gestrichen werden. Der Grund: zu wenig Messbesucher. Gegen dieses Vorhaben wehrt sich die Brader ­Bevölkerung. Sie hat deshalb eine Unterschriftensammlung lanciert. Diese unterzeichneten nicht weniger als 85 Personen, was rund drei Viertel der Bevölkerung entspricht.

Bistum signalisiert Bereitschaft

Nachdem sich die Brader Bevölkerung schon im Juli an den Pfarreirat gewandt hat, haben sie ihre Bitte nach dem Beibehalt der Messe in einem neuerlichen Schreiben abermals unterstrichen. «Nach wie vor sehen wir unsere Forderung für ein Dorf mit 122 Einwohnern und Steuerzahlern berechtigt, verhältnismässig und zumutbar, einen Gottesdienst wie bis anhin in Bratsch feiern zu dürfen», heisst es darin. Trotzdem gibt sich der Gampjer Pfarreirat in dieser Angelegenheit weiterhin mundtot. Demgegenüber hat das Bistum Bereitschaft signalisiert, «zusammen mit dem Pfarreirat eine Lösung für die Zukunft zu suchen». Wie diese Lösung aussehen könnte, dazu wollte sich Generalvikar Richard Lehner nicht äussern. «Nachdem ich vom Pfarreirat von Gampel über die Situation informiert wurde, habe ich ­unsere Sicht der Dinge dargelegt», erklärt Lehner, ohne näher darauf einzugehen. Man sei so verblieben, dass der Pfarreirat ihn nach der Rückkehr von Pfarrer ­Joseph Shen aus den Ferien kontaktieren werde. «Das ist bis anhin noch nicht geschehen», sagt ­Lehner. Obwohl Pfarrer Shen schon seit fast drei ­Wochen wieder in Gampel ist. In diesem Zusammenhang weist Lehner allerdings darauf hin, dass es in der Kompetenz der jeweiligen Pfarreien liege, einen Gottesdienstplan zu erstellen. «Das Bistum empfiehlt dem Pfarrer nur, sich diesbezüglich mit dem Pfarreirat abzusprechen», so Lehner.

Walter Bellwald

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