Sport | Toller persönlicher Saisonstart

Herren auf der Überholspur

Yannick Herren spielt sich mit seinen Skorerpunkten in die Herzen der Lausanne-Fans.
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Yannick Herren spielt sich mit seinen Skorerpunkten in die Herzen der Lausanne-Fans.
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Quelle: RZ 0

Yannick Herren legte einen tollen Saisonstart hin und ist drittbester Schweizer Stürmer der Liga. Das sagt der Oberwalliser zu seinem Höhenflug mit dem HC Lausanne.

«Der HC Lausanne setzt sich in der National League gegen Zug leistungsgerecht mit 4:2 durch. Yannick Herren ragt mit einem Tor und zwei Assists heraus.» Das schreibt die «Luzerner Zeitung» Ende September, nachdem Herrens Lausanne gegen Yannick-Lennart Albrechts Zug gewonnen hat. Dem Oberwalliser Stürmer ist der Auftakt
in die neue Saison geglückt. Mit sieben Skorerpunkten (4 Tore, 3 Assists – das Dienstagspiel Servette Genf - Lausanne fand nach RZ-Redaktionsschluss statt, die Red.) ist er drittbester Schweizer Skorer. Nur Pestoni vom HC Davos und Berns Haas sind Schweizer Spieler, die mehr Punkte gesammelt haben. Auch bei der Auflistung der gesamten Skorerliste hält sich Herren derzeit in den Top 10. Doch das alles interessiert den Überflieger herzlich wenig.

Training in Florida

«Der Erfolg der Mannschaft steht für mich über meinem persönlichen Erfolg», sagt er. Lausanne musste kürzlich mehrheitlich als Verlierer vom Eis. Das Team von Neo-Trainer Ville Peltonen befindet sich jedoch in einem breiten Mittelfeld, in dem acht Teams innerhalb von drei Punkten liegen. «Wir haben den Anspruch, vorne mitzuspielen und wollen uns diskussionslos für die Playoffs qualifizieren», sagt Herren angesprochen auf die Saisonziele. Dazu braucht es weitere Herren-Skorerpunkte. Im vergangenen Sommer trainierte der 27-Jährige hart in den USA. Dies dank seinem Agenten und Ex-Spieler Sven Helfenstein. Er hat zusammen mit der Ochsner Hockey Academy – dem Vorreiter in der technischen und individuellen Spielerausbildung - ein entsprechendes Camp organisiert. Von Montag bis Freitag stand dabei täglich ein Athletik- sowie Eistraining an. Und das mit prominenter Begleitung. Drei NHL-Stars standen mit Herren und weiteren Schweizer Spielern auf dem Eis. Allen voran Nikita Kutscherow, der letztjährige Topskorer der Tampa Bay Lightning. Vom russischen Stürmer konnten sich gerade die Stürmer einiges abschauen. «Das Camp war für mich eine tolle Erfahrung, ich habe es sehr genossen», sagt Herren. Nach einem intensiven Eistraining habe man sich am Nachmittag zwischendurch gemütlich am Strand erholen können, schwärmt er von der Zeit in Florida. Nun gilt für Herren und Lausanne der Fokus auf die Meisterschaft: Im Waadtland herrscht so etwas wie eine Eishockey-Euphorie. Dies hat auch mit dem Trainer zu tun: Mit Ville Peltonen hat Lausanne einen hoch talentierten (Eishockey-)Zauberlehrling auf diese Saison hin als Headcoach an die Bande geholt.

Hohe Ambitionen in Lausanne

Der Finne war bisher Assistenztrainer von Kari Jalonen, Meistertrainer 2017 beim SC Bern. «Er spricht sehr viel mit der Mannschaft und führt diverse Einzelgespräche, das imponiert mir», sagt Herren. In Lausanne wächst derzeit etwas zusammen. Das Potenzial im Klub ist sehr gross. Denn: Auch finanziell bäckt der LHC nicht mehr die ganz kleinen Brötchen. Sportlich reichte dies unlängst in der Qualifikation zu Rang 4. In den Playoffs war dann gegen den HC Davos Schluss. Ein weiterer Grund zur Euphorie am Genfersee ist das neue Stadion: Der Umbau der Arena bis zum nächsten Jahr zwingt Lausanne zwar auch in dieser Saison noch im «Asyl» zu spielen. Doch der Klub und auch Herren spüren einen Aufschwung. «In den vergangenen Jahren hat der Klub sehr interessante und potenziell starke Transfers getätigt, das merken wir Spieler und können dadurch auch vermehrt voneinander profitieren.» Herren verblüfft demnach auch dank der hohen Qualität seiner Mitspieler mit sieben Skorerpunkten aus acht Spielen und setzt sich nach oben keine Limite.

Simon Kalbermatten

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