Zermatt | Mehrere Punkte offen

Pläne für Zermatter Privatschule geraten ins Stocken

In Zermatt wird vorerst keine Privatschule eröffnet.
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In Zermatt wird vorerst keine Privatschule eröffnet.
Foto: Manfred Jahreis/pixelio.de

Quelle: RZ 0

Die geplante Eröffnung der privaten «gd-Schule» verzögert sich. Vielleicht wird es im Matterhorndorf gar nie eine Privatschule geben: Die Verantwortlichen prüfen vorsichtshalber schon mal alternative Standorte.

Das Echo war gross, die Nachfrage vorhanden (38 Anmeldungen) und die Planung weit fortgeschritten. Die Rede ist von der «gd-Schule» mit Schulleiter Damian Gsponer, der im Matterhorndorf ab August 2020 eine Schule für 20 Kinder eröffnen wollte. Geplant war auch, den vorgesehenen Standort in einem bestehenden Chalet am Waldrand mit einem Neubau zu vergrössern und damit langfristig 50 Schulplätze anbieten zu können. Doch vorerst bleibt es bei der Idee: «In Zermatt wird diesen August keine Schule eröffnet», sagt Gsponer.

Zwei Gründe

Zum einen sei der geplante Neubau kostenintensiv und zum anderen sei es nicht gelungen, eine gute Durchmischung aller Bevölkerungsgruppen zu erreichen, was zur Grundhaltung des Schulkonzepts gehöre. Die Punkte seien zwar lösbar, würden aber mehr Zeit benötigen. Parallel dazu sieht man sich in der Region schon mal nach alternativen Standorten um. Vor dem Hintergrund der unsicheren Entwicklung kommt für Gsponer nicht infrage, trotzdem mit der Schule im bestehenden Chalet mit den vorgesehenen 20 Plätzen zu beginnen. «Wir hätten die Kinder in ein unklares und daher angespanntes Umfeld gesetzt. Für eine Pädagogik, wie wir sie vertreten, braucht es die nötige Ruhe und Stabilität», sagt er.

Herbriggen als Alternative?

Ist es anhand der vorliegenden Fakten also auch denkbar, dass es in Zermatt gar nie eine «gd-Schule» geben wird? Gsponer bleibt vage: «Für uns ist eine zentrale und auch dezentrale Lösung denkbar.» Welche Standorte in der Region geprüft werden, sagt er nicht. Doch die RZ weiss: Mit St. Niklaus steht man in Kontakt, wo es in Herbriggen leere Schulzimmer gibt. Zudem bietet sich in Randa das Haus «Maria am Weg» an, für dessen Nutzung derzeit kreative Ideen gesucht werden. Und vielleicht lässt sich doch noch in Zermatt eine anderweitige Lösung finden – mit offenem Ausgang. Doch auch Engersch bereitet Gsponer Kopfzerbrechen. Auch dort sollte ab August ein neuer Standort eröffnet werden, wozu es aber nicht kommt. Dort sind rechtliche Fragen offen. Dennoch wird Gsponers Warteliste mit über 140 Anmeldungen kleiner. Ab nächstem Schuljahr werden durch die Schaffung von zusätzlichen Räumen in Bratsch mit aktuell 48 Kindern 30 bis 40 neue Plätze ermöglicht.

Peter Abgottspon

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