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Wir wären alle Umweltschützer

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In Zeiten von Klimadiskussionen schiessen Gutmenschen zuhauf aus dem Boden und wollen uns Umweltthemen schmackhaft machen. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Viele Ratschläge und Meinungen dazu tönen doch ganz vernünftig. Nicht nur Umweltorganisationen, sondern auch viele Politiker und Parteien sind mittlerweile auf diesen Kurs eingeschwenkt, haben sich Umweltthemen auf die Stirn geschrieben. Und warum wohl? Im Herbst sind eidgenössische Wahlen und man will sich damit bei den Wählern in Stellung bringen. Man muss auch kein allzu grosser Prophet sein, um vorauszusagen, dass die Grünen den einen oder anderen Sitz hinzugewinnen werden. Zudem steht uns wettertechnisch womöglich wieder ein heisser Sommer bevor, was der Partei zusätzlich in die Hände spielen wird. Letztendlich ist es aber wohl unerheblich, ob die Grünen ein paar Sitze mehr oder weniger holen. Genauso spielen Diskussionen oder gesetzliche Vorschriften über Plastiksäckchen beim Einkauf, Flugreisen, Fleischkonsum, Auto fahren und fossile Brennstoffe keine Rolle, solange wir nicht bereit sind, bewusster zu leben. Denn Umweltschutz beginnt in allererster Linie bei jedem von uns selber. Jeder von uns ist selber verantwortlich für sein Tun und mündig genug zu entscheiden, was er für vernünftig hält. Denn was am Ende zählt, sind Taten, nicht schöne Voten. Was kann jeder von uns im Alltag dazu beitragen? Wollen wir tatsächlich auf irgendeine Annehmlichkeit verzichten? Sind wir auf Kosten des Wohlstands und zugunsten der Umwelt bereit, auf etwas zu verzichten oder uns gar einzuschränken? Darf Umweltschutz etwas kosten? Gute Frage. Schliesslich ist sich jeder selbst der Nächste. Wenn wir wirklich konsequent sind, so wären wir alle Umweltschützer! Aber eben: Wie der deutsche Dramatiker Bertolt Brecht einst sagte: «Erst kommt das Fressen, dann die Moral!»

Peter Abgottspon

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