Pfarrhaus Randa | Nach annulliertem Urnengang vom September 2014
Erneute, aber nicht letzte Pfarrhaus-Abstimmung
Für diese Variante entschieden sich die Randäer in einem ersten, später annullierten Volksentscheid: Abriss des Pfarrhauses (kleines Foto) mit unterirdischem, in die Friedhofmauer integriertem Vereinslokal.
Foto: zvg
Die Stimmbürger von Randa sollen sich am 14. Juni von Neuem über die Zukunft ihres Pfarrhauses äussern. Wiederum lautet die Frage: Abriss oder Sanierung? Diesmal aber ohne Variantenauswahl.
Bereits einmal wurden die Randäer zur selben Frage am 28. September 2014 an die Urne gerufen: 97 Personen sprachen sich seinerzeit für einen Abriss aus, während 95 Personen dagegen stimmten.
Gegen das Urnenverdikt ging bekanntermassen eine Beschwerde ein. Der Grund: Bei einer Bejahung des Abrisses sind Varianten zur Auswahl gestellt worden. (Von den 97 einem Abriss zustimmenden Personen stimmten 69 für einen in die Friedhofmauer integrierten Neubau, 25 für ein freistehendes Gebäude.) Im Januar 2015 erklärte der Walliser Staatsrat die Abstimmung für ungültig. Die geltende Gesetzgebung lässt bei kommunalen Abstimmungen keine Variantenabstimmung zu.
Nun nimmt Randa also einen neuen Anlauf. «Diesmal werden die Stimmbürger lediglich über einen Abriss oder Sanierung entscheiden können. Dann wird eine weitere Abstimmung oder ein Urversammlungsentscheid zur detaillierten Umsetzung des Volksentscheids notwendig werden», erklärt Gemeindepräsident Leo Jörger auf Anfrage.
Bei einer Sanierung entstünden in etwa Kosten von 700'000 Franken. «Sollten die beiden kleinen Wohnungen mittels anderer Raumeinteilung modernisiert werden, fallen die Kosten natürlich höher aus.» Die Gemeinde wird bei einer Annahme der Sanierung in Zukunft zwangsläufig als Wohnungsvermieterin auf den Plan treten. «Denn es ist kaum davon auszugehen, dass in absehbarer wieder ein Pfarrer in Randa Wohnsitz nimmt.» Das bestehende Vereinslokal könnte weiterhin genutzt werden.
Die Abrissvariante mit Erstellung eines Vereinslokals würde laut Kostenschätzungen 650'000 Franken zu stehen kommen. «Stimmen die Randäer dieser Variante zu, werden sie sich zu einem späteren Zeitpunkt dazu äussern können, ob das Vereinslokal unterirdisch zu stehen kommen soll», so Jörger.
Die Gemeindeverwaltung hat sich in der Vergangenheit für einen Abriss mit unterirdischem Vereinslokal ausgesprochen. «Beim Pfarrhaus herrschen sehr enge Platzverhältnisse. Der frei werdende Raum kann als Dorf- und Kirchplatz genutzt werden. Zudem versperrt das bestehende Gebäude den angrenzenden, schönen Walliser Häusern die freie Sicht», erklärt Jörger. Er sieht Wohnungsvermietung im Übrigen auch nicht als Kernaufgabe einer kleinen Gemeinde wie Randa an.
zen








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