Jagd | Künftig werde es viel leichter sein, geschützte Tierarten wie Wolf, Biber oder Luchs abzuschiessen

Jagdgesetz: Pro Natura ergreift Referendum

Pro Natura zum revidierten Jagdgesetz: Der Begriff «geschützte Art» wird «zur leeren Worthülse».
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Pro Natura zum revidierten Jagdgesetz: Der Begriff «geschützte Art» wird «zur leeren Worthülse».
Foto: Keystone

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Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz und die Gruppe Wolf Schweiz sind nicht zufrieden mit der Revision des Jagdgesetzes wie es kürzlich vom Bundesparlament beschlossen wurde. Eine Unterschriftensammlung für ein Referendum soll noch im Oktober gestartet werden.

Der Artenschutz in der Schweiz werde mit dem revidierten Gesetz «massiv abgebaut», schreiben die Verantwortlichen der Umweltorganisationen am Donnerstag in einer Medienmitteilung. In Zukunft könne man geschützte Arten auf Vorrat abschiessen, «wenn sie Bauern, Jäger, Fischzüchter oder Politiker stören». Das revidierte «Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz einheimischer Säugetiere und Vögel» (JSG) schütze nur noch «die Interessen der Landwirtschaft und die Jagd- und Fischereierträge».

Künftig werde es sehr viel leichter sein, geschützte Tierarten wie Wolf, Biber, Luchs oder Graureiher abzuschiessen. Zudem habe man die Chance verpasst, «gefährdete, aber immer noch jagdbare Tierarten wie den Feldhasen oder die Waldschnepfe endlich unter Schutz zu stellen.»

Weiter heisst es, dass Tiere neu auch abgeschossen werden können, «ohne dass sie je Schäden angerichtet hätten oder – im Fall eines Schadens – ohne dass zuvor zumutbare Präventivmassnahmen ergriffen wurden». Dies weil im neuen JSG anstelle des Bundes jeder Kanton selbst über die Regulierung geschützter Arten bestimmen kann.

Im Gesetz stehe zwar, dass der Wolf stark vereinfacht reguliert wird, doch könne der Bundesrat künftig «nach Belieben weitere Tierarten auf die Abschussliste setzen, an Volk und Parlament vorbei». Der Begriff «geschützte Art» werde dadurch «zur leeren Worthülse».

Deshalb soll nun das Stimmvolk entscheiden. Man sei zuversichtlich, bis im kommenden Januar die notwendigen 50´000 Unterschriften zu sammeln. Zur Zuversicht trage auch eine repräsentative Umfrage bei, welche man von der gfs durchführen liess und die «eine deutliche Zustimmung zu Artenschutzanliegen in der Bevölkerung zeigt». Die Unterschriftensammlung starte voraussichtlich am 8. Oktober.

pd/tma

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