Naturpark Pfyn-Finges | In Varen und Agarn
Über 1000 Meter Waldrand gepflegt
Abschlussbegehung in Varen (von links): Dr. Peter Oggier, Direktor Naturpark Pfyn-Finges, Nathalie Loretan, Gemeinderätin Varen, Rinaldo Hugo, Revierförster Forstbetrieb Sonnenberge-Dala, Roger Varonier, Gemeindevizepräsident Varen und Alice Lambrigger, Fachbereichsleiterin Landschaftsprojekte Naturpark Pfyn-Finges.
Foto: zvg
In Zusammenarbeit mit den regionalen Forstbetrieben hat der Naturpark Pfyn-Finges in den letzten Monaten über 1000 Meter Waldrand in Varen und Agarn gepflegt.
Vielerorts präsentiert sich der Zustand des Waldrandes als geschlossene Baumschicht bis an die Grenze der Landwirtschaftsareale. Sträucher und Strukturelemente werden zur Mangelware. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und das vorhandene Wissen zu vertiefen, organisierte der Naturpark Pfyn-Finges mit den Forstbetrieben eine praxisnahe Weiterbildung zu dieser Thematik.
Anschliessend wurden in Varen und Agarn über 1000 Meter Waldrand aufgewertet. Dank der Förderung der Strauchschicht und dem Freistellen von Strukturelementen wie Steinen und Mauern sowie der Schaffung von offenen Bodenstellen wird der Übergang vom Wald zum angrenzenden Kulturland nun fliessender. Im Waldrand von Varen wurden zur Prävention von Steinschlägen Baumstämme quer zum Hang hinter Baumstrünke gelegt.
Auch die Gemeinde Oberems konnte von einem Arbeitseinsatz profitieren. Hier wurde durch die Pflege von Wyttweiden ein nachhaltiges Aufwertungsprojekt unterstützt.
Ziel der Waldrandpflege war es, dass sowohl die Landwirtschaft wie auch die Natur profitiert. Der Ertrag der Wiesen wird grösser, da der Schattenwurf auf der Wiese reduziert und die Einwaldung verhindert wird. Die Massnahmen in Varen und Agarn kommen der Entwicklung von Sträuchern wie dem Feldahorn besonders zu Gute. Aber auch für Hirsche, Rehe, Vögel, Insekten und Smaragdeidechsen wirken sich die Arbeiten positiv aus. Letztere kann zusammen mit anderen einheimischen Reptilien noch bis Ende Juli in einer Ausstellung im Natur- und Landschaftszentrum Salgesch bestaunt werden.
Im ordentlichen Gemeindebudget bleibt für solche Aufwertungsmassnahmen meist wenig bis kein Spielraum. Umso interessanter waren die nun geleisteten Arbeiten für die entsprechenden Parkgemeinden. Die Kosten von über 50 000 Franken konnten dank Unterstützung der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz vollumfänglich durch den Regionalen Naturpark Pfyn-Finges getragen werden.
pd/map








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