Visp | Weniger Abfall

Visper Gemeinderat: «Abfalldetektive leisten gute Arbeit»

Rolet Gruber ist zufrieden mit der Abfallentwicklung im Lonzastädtchen.
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Rolet Gruber ist zufrieden mit der Abfallentwicklung im Lonzastädtchen.
Foto: RZ

Quelle: RZ 0

Die Visper Abfallproduktion ist stark rückläufig. Die Gemeinde führt dies unter anderem auf die gute Arbeit der Abfalldetektive zurück.

Das Städtchen mit der freundlichen Note – so zumindest verspricht es der Werbestempel. Jetzt lassen die Visper den Worten auch Taten folgen und avancieren zu den Sauberfrauen und -männern im Kanton. In Zahlen: Während 2017 im kantonalen Durchschnitt rund 240 Kilo Hauskehricht angeliefert wurden, sind es in Visp gerade mal 185 Kilo pro Kopf. Bei den getrennten Sammlungen halten sich die Zahlen die Waage. Während der Walliser Durchschnitt bei rund 265 Kilo liegt, kommt Visp mit 257 Kilo pro Kopf nur auf unwesentlich weniger Abfall.

100 Kilo weniger Abfall

«Nimmt man die Statistik zur Hand, konnten wir unsere durchschnittliche Abfallmenge in den letzten fünf Jahren um fast 100 Kilogramm von insgesamt 535 Kilo auf 442 Kilo senken. Das ist eine höchst erfreuliche Entwicklung», erklärt der zuständige Visper Gemeinderat Rolet Gruber. «Und das, obwohl unsere Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum um mehr als 500 Personen angestiegen ist.» Worauf der Abfallrückgang genau zurückzuführen ist, sei schwer zu eruieren. «Aber es hat sicher auch damit zu tun, dass wir der Visper Bevölkerung freien Zugang zum Ökohof in Gamsen gewährleisten, um ihren Abfall artgerecht zu entsorgen», mutmasst Gruber. Zudem hätten die Visper Abfalldetektive in den letzten Jahren ganze Arbeit geleistet. So dürfen Abfallsäcke nur noch am Vortag ab 17.00 Uhr vor der Kehrichtsammlung am Strassenrand bereitgestellt werden. Fehlbare werden rigoros gebüsst. Genauso wie diejenigen, welche an den eigens dafür vorgesehenen Separat-Sammelstellen ihren Müll achtlos entsorgen und einfach liegen lassen.

Rigorose Bussen

In diesem Zusammenhang sei man auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. «Die soziale Kontrolle ist wichtig. Wenn uns jemand einen Hinweis macht, dann können wir die Fehlbaren schneller überführen.» Diese müssen mit einer Busse von bis zu 200 Franken rechnen. Diese wird im Wiederholungsfall sogar verdoppelt. Das sei aber glücklicherweise selten der Fall. «Der Grossteil der Einwohner ist sehr diszipliniert und entsorgt den Abfall fachgerecht. Insofern darf ich den Visperinnen und Vispern ein Kränzchen winden», lobt Gruber die Bevölkerung. Und das wiederum wirke sich positiv auf die Abfallmenge aus.

Problemzone: Hundekot

Während Visp bei der Abfallentsorgung vorbildlich agiert, lassen die Hundebesitzer im Lonzastädtchen den Kot ihrer Lieblinge links liegen. «Wir haben festgestellt, dass sich nicht alle Hundebesitzer an die Regeln halten, obwohl in und um Visp viele Roby-Dogs aufgestellt sind», sagt Gruber. Weil man diesbezüglich praktisch keine rechtliche Möglichkeit habe, um die fehlbaren Hundebesitzer zu büssen, appelliere man an die Vernunft derselben. «Es ist schade, wenn der Hundekot auf den Wegen und Strassen liegen bleibt. Darum sollte sich jeder Einzelne einen Ruck geben und das Häufchen seines Lieblings fachgerecht entsorgen.»

Walter Bellwald

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