Bahninfrastruktur | Finanzrahmen soll auf 12 bis 13 Milliarden erhöht werden

Westschweiz fühlt sich bei Bahnprojekten benachteiligt

Soll ausgebaut werden. Das nördliche Portal des Lötschberg-Basistunnels in Frutigen (Archivbild).
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Soll ausgebaut werden. Das nördliche Portal des Lötschberg-Basistunnels in Frutigen (Archivbild).
Foto: foto bls

Quelle: SDA 0

Die Westschweizer Verkehrsdirektorenkonferenz (CTSO) fordert, dass alle Schlüsselprojekte der Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura in die Vorlage für den Ausbau der Bahninfrastruktur 2030/2035 aufgenommen werden. Dafür sei der Finanzrahmen auf rund 12 bis 13 Milliarden Franken zu erhöhen.

Das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) gab seinen Entwurf für die Botschaft über den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/2035 Ende September 2017 in die Vernehmlassung. Die Vernehmlassungsphase läuft am kommenden 15. Januar aus. Grundsätzlich unterstützen die Westschweizer Verkehrsdirektorenkonferenz (CTSO) die Angebotsziele, wie den Halbstundentakt auf dem gesamten Fernverkehrsnetz und den Ausbau des Viertelstundentakts in den Agglomerationszentren.

Lötschberg-Basistunnel als wichtiges Grossprojekt

Die CTSO bedauert aber, dass der vorgelegte Entwurf nicht alle von der Westschweiz eingereichten Schlüsselprojekte berücksichtigt, was eine für das ganze Land akzeptable und ausgewogene Lösung ermöglicht hätte. Darum spricht sich die CTSO für eine verbesserte Variante aus, in welcher die Schlüsselprojekte
der Westschweiz enthalten seien und wofür ein Finanzrahmen von 12 bis 13 Milliarden Franken
vorzusehen sei.

Eine so verbesserte Variante böte den Vorteil, endlich auf dem gesamten Fernverkehrsnetz den Halbstundentakt sowie Direktverbindungen zwischen den Metropolen am Genfersee und Basel anzubieten. Namentlich müssten zudem zwei strukturierende Grossprojekte der Planungsregion der CTSO Eingang in die Botschaft an die eidgenössichen Räte finden: Zum einen der Kapazitätsausbau des Lötschberg-Basistunnels, zum anderen die Direktverbindung zwischen Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Le Locle.

Westschweiz zu wenig berücksichtigt

Bei der in der aktuellen Vorlage enthaltenen Variante für 7 Milliarden Franken würden gerade einmal 25 Prozent der Investitionen auf die Westschweiz entfallen. Das bis 2035 erwartete Bevölkerungswachstum in der Region liege jedoch über dem schweizerischen Durchschnitt, und auch das Verbesserungspotenzial für den Modalsplit des öffentlichen Verkehrs sei gegenüber den anderen Regionen der Schweiz deutlich grösser. Schon heute umfasse die Planungsregion 40 Prozent der Bevölkerung, der Arbeitsplätze, der Landesfläche und des Bahnnetzes. Die sieben Kantone der CTSO wollen deshalb solidarisch dafür eintreten, dass die Westschweiz die notwendigen Mittel erhält.

pd / pmo

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